Fellpflege – Alles rund um Kurz- und Langhaarpflege
15 mars 2016
Hunderatgeber
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Fellpflege Hund, Pflege, Hundefell, Fell
Jedes Hundefell ist anders. Ob kurz oder lang, glatt, lockig, rau oder filzig – jede Fellstruktur hat ihre eigenen Bedürfnisse. Die richtige Fellpflege trägt nicht nur zu einem gepflegten Erscheinungsbild bei, sondern unterstützt auch die Gesundheit von Haut und Fell.
Anders als ihre Vorfahren in freier Wildbahn profitieren unsere Hunde heute von regelmäßiger Unterstützung bei der Fellpflege. Bürsten und Kämmen entfernen lose Haare, Schmutz und abgestorbene Hautschuppen, fördern die Durchblutung und helfen dabei, Hautprobleme oder Parasiten frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig stärkt die gemeinsame Pflege die Bindung zwischen Mensch und Hund.
Kurzhaar-Hunde
Hunde mit kurzem Fell, wie Labrador Retriever, Boxer oder Beagle, sind vergleichsweise pflegeleicht. In der Regel genügt es, das Fell ein- bis zweimal pro Woche mit einer weichen Bürste oder einem Pflegehandschuh zu bearbeiten. Während des Fellwechsels darf es gerne häufiger sein.
Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare, reduziert Haarverlust in der Wohnung und sorgt für ein gesundes, glänzendes Fell.
Langhaar-Hunde
Langhaarige Hunde wie Tibet Terrier, Spaniel oder Collies benötigen deutlich mehr Pflege. Ihr Fell kann schnell verknoten oder verfilzen, insbesondere hinter den Ohren, an den Achseln oder im Bereich der Hinterläufe.
Bürsten Sie das Fell regelmäßig Strähne für Strähne und achten Sie darauf, kleine Verfilzungen frühzeitig zu lösen. Spezielle Entfilzungskämme oder Bürsten können dabei helfen. Hunde mit dichter Unterwolle sollten möglichst täglich gepflegt werden, bei anderen Langhaarrassen reichen oft mehrere Bürsteinheiten pro Woche aus.
Lockiges Hundehaar
Pudel, Labradoodle oder Bichon Frisé besitzen ein dichtes, lockiges Fell, das kaum haart, dafür aber besonders schnell verfilzen kann. Deshalb sollten diese Hunde mindestens zwei- bis dreimal pro Woche gründlich gebürstet werden.
Zusätzlich empfiehlt sich ein regelmäßiger Besuch beim Hundefriseur, da das Fell kontinuierlich wächst. Wichtig ist dabei eine gründliche Pflege bis zur Haut – oberflächliches Bürsten reicht meist nicht aus.
Raues Hundehaar
Rassen wie Schnauzer, Rauhaardackel oder Border Terrier besitzen eine besondere Fellstruktur mit hartem Deckhaar. Abgestorbene Haare bleiben häufig im Fell hängen und fallen nicht von allein aus.
Neben regelmäßigem Bürsten kann hier das sogenannte Trimmen sinnvoll sein. Dabei werden lose Deckhaare entfernt, damit gesundes Fell nachwachsen kann. Je nach Rasse und Felltyp empfiehlt sich dies mehrmals im Jahr.
Pflege bei Filzhaar
Seltene Rassen wie Komondor oder Puli tragen ihr Fell in charakteristischen Schnüren. Diese besondere Fellstruktur benötigt eine spezielle Pflege, bei der die einzelnen Fellsträhnen regelmäßig von Hand getrennt werden.
Achten Sie besonders auf die Bereiche hinter den Ohren, an der Rute und an den Beinen. Werden Verfilzungen frühzeitig erkannt, lassen sie sich deutlich einfacher beheben. Auch regelmäßige Kontrollen auf Feuchtigkeit und Schmutz sind wichtig, um Hautproblemen vorzubeugen.
Unabhängig vom Felltyp kann gelegentliches Baden sinnvoll sein – besonders nach Spaziergängen bei Matsch, Regen oder starker Verschmutzung. Verwenden Sie dabei ausschließlich milde Hundeshampoos, die auf den pH-Wert der Hundehaut abgestimmt sind.
Doctor Bark Tipp: Mildes Hundeshampoo selbst herstellen
Für ein einfaches, schonendes Hundeshampoo benötigen Sie:
- 1 Tasse milde, unparfümierte Flüssigseife auf pflanzlicher Basis
- ⅓ Tasse pflanzliches Glycerin
- 1 Liter lauwarmes Wasser
Alle Zutaten sorgfältig vermischen und in eine saubere Sprüh- oder Dosierflasche füllen. Vor der Anwendung kurz schütteln.
Achten Sie darauf, möglichst hautfreundliche und natürliche Inhaltsstoffe zu verwenden. Auf viele ätherische Öle sollte bei Hunden verzichtet werden, da sie Hautreizungen verursachen oder gesundheitlich problematisch sein können.
Nach dem Baden sollte das Fell gründlich ausgespült und gut getrocknet werden. Besonders Hunde mit dichter Unterwolle oder langem Fell profitieren von sorgfältigem Trocknen, um Hautirritationen und Feuchtigkeitsstau vorzubeugen.
Regelmäßige Fellpflege ist weit mehr als reine Schönheitspflege. Sie hilft dabei, Hautprobleme, Parasiten oder Verfilzungen frühzeitig zu erkennen und sorgt dafür, dass sich Ihr Hund rundum wohlfühlt. Gleichzeitig genießen viele Hunde die gemeinsame Aufmerksamkeit und Pflegezeit mit ihrem Menschen.