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Den Hund vor Leishmaniose und Herzwurm schützen

Sandmücken selbst sind unscheinbare Insekten – die eigentliche Gefahr geht jedoch von den Krankheitserregern aus, die sie übertragen können. In vielen südlichen Ländern Europas, insbesondere im Mittelmeerraum, gelten Sandmücken als wichtigste Überträger der Leishmaniose. Darüber hinaus können in einigen Regionen weitere Parasiten und Infektionserreger vorkommen, die Hunde ernsthaft gefährden können.

Durch den zunehmenden Reiseverkehr und den internationalen Tierschutz gelangen immer häufiger Hunde aus südlichen Ländern nach Deutschland. Deshalb ist es wichtig, sich sowohl vor einer Urlaubsreise als auch bei der Adoption eines Auslandshundes über mögliche Gesundheitsrisiken zu informieren.

Hunde aus dem Mittelmeerraum

Viele Hunde aus Spanien, Italien, Griechenland, Portugal oder anderen Mittelmeerländern finden über Tierschutzorganisationen ein neues Zuhause in Deutschland. Diese Tiere bringen häufig eine bewegende Geschichte mit, können jedoch auch Krankheitserreger in sich tragen, ohne zunächst Symptome zu zeigen.

Seriöse Tierschutzorganisationen lassen ihre Hunde vor der Vermittlung tierärztlich untersuchen und testen. Dennoch empfehlen Tierärzte, neu aufgenommene Auslandshunde nach der Ankunft nochmals gründlich untersuchen zu lassen. Einige Erkrankungen zeigen sich erst Monate oder sogar Jahre nach einer Infektion.

Eine frühzeitige Diagnostik schützt nicht nur den Hund selbst, sondern erleichtert auch eine mögliche Behandlung und verbessert die langfristige Prognose erheblich.


Mit dem Hund im Urlaub

Wer seinen Hund mit in südliche Urlaubsländer nimmt, sollte sich frühzeitig über Einreisebestimmungen, Impfungen und regionale Gesundheitsrisiken informieren. Neben einem gültigen EU-Heimtierausweis und einem aktuellen Tollwutschutz spielt insbesondere der Schutz vor Parasiten eine wichtige Rolle.

Tierärzte empfehlen für Reisen in Risikogebiete häufig spezielle Repellentien, Spot-on-Präparate oder geeignete Schutz-Halsbänder, die Sandmücken, Zecken und andere blutsaugende Insekten abwehren können. Viele dieser Produkte sollten bereits einige Tage bis Wochen vor Reisebeginn angewendet werden, um ihre volle Schutzwirkung zu entfalten.

Zusätzlich empfiehlt es sich, Spaziergänge in der Dämmerung und nachts möglichst zu vermeiden, da Sandmücken vor allem in den Abend- und Nachtstunden aktiv sind. Auch das Schlafen in geschlossenen Räumen oder hinter engmaschigen Insektenschutzgittern kann das Risiko reduzieren.

Zeigt Ihr Hund nach einer Reise in südliche Länder Symptome wie Gewichtsverlust, Hautveränderungen, anhaltende Müdigkeit, Fieber oder geschwollene Lymphknoten, sollten Sie zeitnah einen Tierarzt aufsuchen und auf die Auslandsreise hinweisen.


Leishmaniose

Die Leishmaniose gehört zu den bekanntesten sogenannten Reisekrankheiten des Hundes. Ausgelöst wird sie durch einzellige Parasiten der Gattung Leishmania, die über den Stich infizierter Sandmücken übertragen werden. Die Erkrankung kommt vor allem in den Mittelmeerregionen Europas, Teilen Asiens, Afrikas sowie Südamerikas vor.

Leishmaniose kann unterschiedliche Organsysteme betreffen und verläuft häufig chronisch. Zu den typischen Symptomen zählen:
  • Gewichtsverlust trotz normalem Appetit
  • Mattigkeit und Leistungsschwäche
  • Schuppige Hautveränderungen
  • Haarausfall, besonders um Augen und Ohren
  • Schlecht heilende Wunden
  • Übermäßiges Krallenwachstum
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Nierenprobleme im fortgeschrittenen Stadium

Eine vollständige Heilung ist derzeit meist nicht möglich. Dank moderner Diagnostik und spezieller Medikamente können viele betroffene Hunde jedoch über viele Jahre eine gute Lebensqualität behalten. Entscheidend ist eine möglichst frühe Diagnose und eine konsequente tierärztliche Betreuung.

Der beste Schutz bleibt die Vorbeugung: ein wirksamer Insektenschutz, eine gute Reiseplanung und regelmäßige tierärztliche Kontrollen nach Aufenthalten in Risikogebieten.

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