Mein Hund kommt nicht wenn ich ihn rufe, was soll ich tun?
15. Mai 2016
Erfahrungsbericht
| Interessante Themen
| Aktuelles
Husten Hund, Rufen, Hundeerziehung, Erziehung, Kommandos, Befehle
Viele Hundehalter kennen die Situation: Der neue Vierbeiner ist gerade eingezogen, das Vertrauen wächst und irgendwann kommt der Moment, in dem man den Hund zum ersten Mal von der Leine lassen möchte. Doch plötzlich passiert es – mit einem Satz ist der kleine Entdecker verschwunden und reagiert nicht auf das Rufen seines Herrchens oder Frauchens.
Meist tauchen die kleinen Abenteurer zwar nach kurzer Zeit wieder auf, doch das Rufen hatte oft wenig Erfolg. Damit Ihr Hund künftig zuverlässig zu Ihnen zurückkommt, lohnt es sich, den Rückruf gezielt zu trainieren. Mit einem klaren Kommando wie „Hier!“ schaffen Sie die Grundlage für mehr Sicherheit und entspannte Spaziergänge.
1. Schritt
Was ist zu tun?
Immer wenn Ihr Hund freiwillig auf Sie zukommt, loben Sie ihn freundlich und belohnen Sie ihn möglichst mit einem Leckerli.
Wo?
Sowohl Zuhause als auch unterwegs.
Wie oft?
Jedes Mal, wenn Ihr Hund sicher und freiwillig auf Sie zukommt.
Weshalb?
Ihr Hund lernt, dass es sich lohnt, die Nähe seines Menschen zu suchen. Er verknüpft das Zurückkommen mit etwas Positivem und wird dieses Verhalten immer häufiger zeigen. Sobald Ihr Vierbeiner gezielt zu Ihnen kommt, um sich seine Belohnung abzuholen, können Sie mit dem nächsten Schritt beginnen.
2. Schritt
Was ist zu tun?
Sagen Sie ab sofort jedes Mal das Kommando „Hier!“, wenn Ihr Hund auf Sie zukommt. So entsteht eine Verknüpfung zwischen dem Wort, Ihrer Aufmerksamkeit und der Belohnung. Unterstützend können Sie eine eindeutige Geste verwenden, beispielsweise das Klopfen auf den Oberschenkel. Kommt Ihr Hund bei Ihnen an, wird er erneut gelobt und belohnt.
Wo?
Sowohl Zuhause als auch unterwegs.
Wie oft?
So oft wie möglich.
Weshalb?
Ihr Hund lernt nach und nach die Bedeutung des Kommandos „Hier!“. Mit der Zeit versteht er, dass dieses Wort bedeutet, zu Ihnen zurückzukommen. Sobald die Verknüpfung gefestigt ist, sollte die Belohnung nur noch erfolgen, wenn Ihr Hund auf das Kommando reagiert und nicht einfach von sich aus zu Ihnen kommt.
Mit etwas Geduld und regelmäßigem Training wird der Rückruf immer zuverlässiger. Wichtig ist dabei, dass Sie konsequent bei einem Kommando bleiben. Ob Sie „Hier!“, „Komm!“ oder „Komm her!“ verwenden, spielt keine Rolle – entscheidend ist, dass Sie nicht zwischen verschiedenen Befehlen wechseln. Das erleichtert Ihrem Hund das Lernen und sorgt für einen schnelleren Trainingserfolg.
Unser Tipp: Trainieren Sie den Rückruf zunächst in einer ruhigen Umgebung ohne große Ablenkungen. Erst wenn Ihr Hund zuverlässig reagiert, sollten Sie die Übungen an schwierigeren Orten mit mehr Reizen fortsetzen.
Bildlink: http://www.dermustermann.de/wp-content/uploads/2015/03/kaufvertrag-hund.jpg