Parasiten

Parasiten sind auf der ganzen Welt verbreitet. Unter Parasiten versteht man Lebewesen, die ganz oder teilweise in oder auf einem anderen Lebewesen (Mensch/Tier) leben. Menschen und Tiere werden hier als Wirt angesehen. Zu den Parasiten zählen vor allem einzellige Protozoen und  Würmer (Helminthen), aber auch verschiedene Arten der Insekten (Fliegen, Mücken)  und Spinnentiere (Zecken, Milben).

Hausstaub- und Vorratsmilben und insbesondere ihre Exkremente enthalten bedeutende Allergene. Da Milben das ganze Jahr durch Saison haben, leiden Milbenallergiker in der Regel an ganzjährigem Juckreiz. Auf Grund besonders guter Lebensbedingungen im Mai/Juni und im Herbst, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, vermehren sich die Milben rasant und sensibilisierte Tiere leiden in diesen Monaten oft besonders stark. Dann ist es besonders wichtig alles, womit der Hund in Berührung kommt auszukochen (siehe auch: Allergisch auf Hausstaubmilben? Was tun beim Hund).

Auch andere Infektionskrankheiten werden durch Parasiten verursacht, wie z.B. Malaria, die Schlafkrankheit, Leishmaniose, Bilharziose, Toxoplasmose oder die Chagas-Krankheit. Parasitäre Krankheiten beherrschen nach wie vor die Gesundheit und das Leben der Menschen und Tiere in aller Welt. Um parasitären Befall vorzubeugen hilft nur gute Hygiene.

Alle Doctor Bark® Textilien lassen sich bei 95°C waschen, somit werden Parasiten in ihren verschiedensten Entwicklungsstadien und ihre abgelegten Eier auf den Oberflächen und tief im Gewebe abgetötet.
 

Auszug einiger relevanter Parasiten 

Bandwurminfektionen:

Echinococcus granulosus und E. multiocularis

  • Resistenzen: Proglottiden mit Eiern sind für Monate in der Außenwelt überlebensfähig und infektiös; hohe Hitzeresistenz für die infektiösen Eier: bis zu 95˚C
  • Übertragung auf den Menschen: Direkter Kontakt, Aufnahme der Eier über viele Formen, aber immer oral; Proglottiden und Eier können überall sein, kommen auch ohne Kotabsetzen aus dem Enddarm und sind an Fell und durch Verschmierung überall verteilt
  • Krankheitsbild bei einem Hund: Echinococcus granulosus ist ein Dünndarmparasit, in EU sind 24-50% der Hunde infiziert; Echinococcus multiocularis ist ein Dünndarmparasit von Hund und Katze (Übertragung: Hund <---> Katze); selten mit klinischen Anzeichen, aber mit Blutverlust; in schweren Fällen mit Durchfall und Blut im Kot
  • Krankheitsbild bei einer Katze: Echinococcus multiocularis ist ein Dünndarmparasit von Hund und Katze (Übertragung: Hund <---> Katze); selten mit klinischen Anzeichen, aber mit Blutverlust; in schweren Fällen mit Durchfall und Blut im Kot
  • Krankheitsbild bei einem Mensch: Die Eier werden oral aufgenommen und schlüpfen im Dünndarm; die entwickelten Würmer wandern durch die Darmwand in die Lymph- und Blutgefäße und gelangen mit dem Blut in die Lunge und Leber, selten in andere Organe; Entwicklung von Metazystoden und gleichzeitige Gewebszerstörung
  • Doctor Bark® Expertenempfehlung: Haustiere müssen regelmäßig entwurmt werden. Der Gang zum Tierarzt ist unumgänglich. Wurmeier werden auch beim Spaziergang von anderen Hunden direkt oder durch Schnuppern an fremden Hundekot auf das eigene Haustier übertragen. Somit werden unsere Haustiere zu Ausscheidern. Um den ausgeschiedenen Proglottiden das sichere Nest zu nehmen, sollten alle vom Hund bevorzugten Liegeflächen regelmäßig gereinigt und am besten bei 95°C intensiv gewaschen werden.


Oxoplasmose, Blutparasit

  • Resistenzen: Überleben in der Umwelt für fünf Monate bei einer Außentemperatur von 35˚C, mittlere Temperaturresistenz bei 45˚C
  • Übertragung auf den Menschen: Orale Aufnahme; Schmierinfektion
  • Krankheitsbild bei einem Hund: Weltweit, im Kot zu finden, sind Darmbewohner, 7-89% der Hunde in der EU sind infiziert; der Parasit ist im Blut und in Herz- und Zwerchfellmuskulatur (weil sehr gut durchblutet) zu finden, häufig symptomlos, trotzdem dauerhafte Ausscheidung; oft Reinfektion über eigenen Kot und Schmierinfektion
  • Krankheitsbild bei einer Katze: Weltweit, in hohem Maße letal infiziert, Mitteleuropa 20-90%; oozystenausscheidung bei ca 6% aller Katzen; Zysten im Skelett, Zwerchfell- und Herzmuskulatur; Infektionsdauer: 1,5 Jahre; oft Reinfektion über eigenen Kot und Schmierinfektion; hier dann oft mit: Enzephalitis, Degeneration von Gehirn und Rückenmark und Sehnerv; Lymphknotenvergrößerung, Nekrosen in Milz, Leber, Lunge, Nephritis, Pankreatitis
  • Krankheitsbild bei einem Mensch: Infektion über Katze; sehr empfindlich sind Kinder, sie nehmen Giardien aus dem Sandkasten auf; besonders gefährdet sind Schwangere, da Giardien bei Schwangeren die Plazentaschranke überwinden und es beim Foetus zu zerebralen Störungen führen kann
  • Doctor Bark® Expertenempfehlung: Vermeiden Sie dringend das Füttern von nicht ausreichend erhitztem Fleisch. Dies ist eine Infektionsquelle für Ihr Heimtier. Da Giardien auch über den Kot ausgeschieden werden und auch über Schmierinfektionen auf den Menschen übertragen werden, ist eine regelmäßige Reinigung aller Liegeflächen zwingend. Besonders ratsam ist eine Wäsche bei 95°C in Haushalten mit Kindern und älteren Menschen. Schwangere, die serologisch getestet negativ sind sollten bis Ende der Schwangerschaft jegliche Art der Infektionsmöglichkeit aus dem Weg gehen. 


Gurkenkernbandwurm, häufigster Zoonoseerreger von Hund und Katze

  • Resistenzen: Proglottiden überleben für Monate in der Außenwelt, sehr temperaturresistent: bis zu 95˚C für einige Minuten
  • Übertragung auf den Menschen: Vektor ist der Floh oder ein Haarling; werden versehendlich besonders von Kindern verschluckt bzw. aufgenommen nach Aufwirbeln aus dem Fell oder aus der Liegefläche
  • Krankheitsbild bei einem Hund: Ausscheidung über Kot, die ausgeschiedenen Proglottiden sind im Kot, im Fell oder im Lager, da die Proglottiden auch ohne Kot den Darm verlassen; trocknen anschließend und werden von Floh- oder Haarlingslarven aufgenommen, entwickeln sich in ihnen und werden beim Biss auf den Wirt übertragen
  • Krankheitsbild bei einer Katze: Ausscheidung über Kot, die ausgeschiedenen Proglottiden sind im Kot, im Fell oder im Lager, da die Proglottiden auch ohne Kot den Darm verlassen; trocknen anschließend und werden von Floh- oder Haarlingslarven aufgenommen, entwickeln sich in ihnen und werden beim Biss auf den Wirt übertragen
  • Krankheitsbild bei einem Mensch: Lang andauernde Durchfälle, teilweise blutig; führt nicht selten zur Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen
  • Doctor Bark® Expertenempfehlung: Mittel der Wahl ist die präventive Bekämpfung von Flöhen und Haarlingen. Eine regelmäßige Entwurmung ist ebenfalls verpflichtend. Hierzu immer den Tierarzt aufsuchen. Flöhe, Haarlinge und Bandwürmer können trotz Präventivmaßnahmen das Haustier besiedeln. Eine regelmäßige Wäsche der Liegeplätze ist unumgänglich, bevorzugt bei 95°C. Im Frühjahr und Sommer ist die Ansteckungsgefahr Ihres Haustieres am Größten.